# Bachelor of Chairs

Wir fordern von der Universitätsleitung, die vorhandenen Gelder besser zu verteilen. Finanzierung von Lehre anstatt von Image-Kampagnen und Exzellenzstrategien.

Wir fordern von der Universitätsleitung, Lehre besser zu organisieren. Bei so vielen neuen Student*innen jedes Semester braucht es durchdachte Pläne, jede*n mit Lehre zu versorgen. Das hoffen auf Selektion durch Konkurrenz erzeugt das Gegenteil.

Wir fordern von der Universitätsleitung, sich um mehr Gelder zu bemühen. Vom Bund und dem Freistaat muss Bildung ausfinanziert werden. Das gelingt nur, wenn sich auch die Universitätsleitungen für ein Ende des Kooperationsverbots einsetzen.

#BachelorOfChairs

Aktuelles

20.11. Banneraktion und Flyer am Fünferlsteg zum Bericht
28.11. Pressemitteilung: Student*innen stellen Forderungen an Uni-Leitung [download]
29.11. Flyeraktion: Tausche Stuhl gegen Abschluss Fotos
29.11. Pressemitteilung: Protest gegen überfüllte Seminare geht in die nächste Runde [download]
30.11. Symbolische Mensaschließung zum Bericht
30.11. Pressemitteilung: „Student*innen schließen Universitäts-Mensa“[download]
04.12 Der Umbau geht weiter, LUKS baut die Uni um. zum Bericht
04.12 Pressemitteilung: „Student*innen wollen Uni umbauen“[download]
06.12. Wir verschenken Stühle am Nikolaustag zum Bericht
06.12. Pressemitteilung: „Aktion gegen überfüllte Seminare am Nikolaustag“ [download]
11.12. Glühweinstand und Bildungswunschzettel zum Bericht

Abschlussbericht #BachelorOfChairs

Am Montag ging die Kampagne #BachelorofChairs gegen überfüllte Seminare zu Ende. Eine letzte Aktion fand im Rahmen unseres Glühweinstands statt. Gefolgt von einer abendlichen Diskussionsveranstaltung zum Thema Bildung. So ist zwar die Kampagne zu Ende, aber das Problem und mit ihm der Protest bleibt bestehen.

In den vergangenen zwei Wochen schlossen wir symbolisch die Mensa, bauten die Uni um, verschenkten Stühle und sammelten Bildungswunschzettel ein. Aus den Rückmeldungen der ungefähr 2000 Student*innen, die wir erreicht haben, schlossen wir eins: Das Thema ist unglaublich präsent und wichtig für alle Student*innen, die alle unter den überfüllten Seminaren zu leiden haben. Eine Reaktion der Uni-Leitung ist längst überfällig!

Ein weiteres Mal fordern wir die Uni-Leitung auf, sich endlich von ihrer ökonomischen, unternehmerischen Führung der Uni loszusagen und ihr Augenmerk auf die Student*innen auszurichten!

Unsere drei Forderungen:
1. die vorhandenen Gelder besser zu verteilen. Finanzierung von Lehre anstatt von Image-Kampagnen und Exzellenzstrategien.
2. Lehre besser zu organisieren. Bei so vielen neuen Student*innen jedes Semester braucht es durchdachte Pläne, jede*n mit Lehre zu versorgen. Das hoffen auf Selektion durch Konkurrenz erzeugt das Gegenteil.
3.sich um mehr Gelder zu bemühen. Vom Bund und dem Freistaat muss Bildung aus finanziert werden. Das gelingt nur, wenn sich auch die Universitätsleitungen für ein Ende des Kooperationsverbots einsetzen.

Hintergrund

An die ersten Wochen eines jeden Semesters erinnern wir uns alle: In den meisten Seminaren und selbst in den größten Hörsälen finden nicht alle Platz, die sich online eingetragen haben. Bis jetzt ist das der alltägliche Zustand in manchen Veranstaltungen. Doch während Studierende und Dozent*innen wissen, dass auch bei Seminaren mit über 40 Leuten kein wissenschaftliches Arbeiten mehr möglich ist, sind für die Uni-Leitung nur jene überfüllt, bei denen mehr Studierende als Sitzplätze anwesend sind. Für die Uni-Leitung sind also die willkürliche Selektion zu jedem Semesteranfang, die Resignation von Student*innen, sich um gute Lehre zu bemühen und das Umwandeln von Seminaren zu Vorlesungen Teil der Kalkulation.

Die Uni-Leitung achtet dabei weniger auf Wissenschaftlichkeit und das Vermitteln von Bildung, sondern auf Zahlen und ökonomische Effizienz. Beispielhaft für diesen Trend ist die Exzellenzstrategie. Universitäten sollen gegeneinander in Wettbewerb treten, um dringend notwendige Gelder zu erhalten. So ist jede Hochschule konsequent unterfinanziert. Statt Ausfinanzierung wird Effizienz und Wettbewerb gefordert.

Es wird Zeit, Solidarität statt Konkurrenz zu fördern; wieder die Menschen hinter dem „Humankapital“ zu sehen; den Grund, aus dem Menschen sich bilden wollen, wieder zu entdecken.
Wir wollen zusammen lernen, statt als egozentrische Individuen ausgebildet zu werden und die Chancen der Solidarisierung nutzen. Wir wollen miteinander lernen statt gegeneinander.

Pressestimmen