#BachelorOfChairs, Allgemein, Aktionen & Demonstrationen, Berichte

Weihnachtswunschzettel und Glühwein

In den letzten Wochen haben wir unter dem Motto #BachelorOfChairs viele Aktionen für eine bessere Uni umgesetzt. Wir haben mit über 2000 Student*innen gesprochen und das Feedback erhalten, dass viele von euch ähnliche Probleme mit der Uni haben wie wir.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

Gestern haben wir an unserem Glühweinstand eure Bildungswunschzettel eingesammelt. Hier seht ihr eine Auswahl von dem, was am Stand geschrieben wurde.

Noch mehr Infos zur Kampagne unter luks-passau.org/ba-chairs

Unsere Forderungen an die Uni-Leitung bleiben bestehen und auch der Protest geht weite

#BachelorOfChairs, Allgemein, Aktionen & Demonstrationen, Berichte

Wir verschenken Stühle

Zum heutigen Nikolaustag haben wir an der Uni Stühle verschenkt. Nachdem die Unileitung in der PNP gesagt hatte, dass Veranstaltungen nicht überfüllt seien, solange es genug Stühle gäbe, protestieren wir für ausreichend Lehrangebote für alle Student*innen.

Ihr habt keine Geschenktüte abbekommen? Hier könnt ihr sehen was drin war.
Weiterlesen „Wir verschenken Stühle“

Allgemein, Aktionen & Demonstrationen, Berichte

Bericht: Kundgebung gegen die AfD in Tittling

Gestern Abend haben wir gemeinsam mit über 70 Menschen gegen einen Vortrag der AfD in Tittling demonstriert.

Die AfD hatte sich im Gasthof zur Post in Tittling einquartiert, nachdem ihnen die ursprünglich reservierten Räumlichkeiten im Hotel-Restaurant Burgwald gekündigt wurden. Zuvor hatte die AfD den Vortrag unter Privatnamen angemeldet, als jedoch bekannt wurde, dass es sich bei den Reservierenden um die AfD handelte, reagierte der Wirt couragiert und setzte die nationalistische Partei vor die Tür.

Der Vortrag hatte dann übrigens nicht stattgefunden – Der Referent hatte keine Lust.

Wir danken den Jusos Passau und dem Runder Tisch gegen Rechts Passau für die gute Zusammenarbeit in der Vorbereitung dieser Demo.

#BachelorOfChairs, Allgemein, Aktionen & Demonstrationen, Berichte

#BachelorOfChairs Der Umbau geht weiter!

Heute Mittag zogen Aktivist*innen von LUKS mit Flyern über den gesamten Campus und kündigten an, die Uni umzubauen. Mit Warnwesten und Werkzeug ausgestattet zogen wir vom Nikolakloster über die Mensa zum Judidikum. Erneut haben wir an der Reaktion vieler Student*innen bemerkt, dass das Problem der überfüllten Uni Veranstaltungen ein wichtiges Thema ist. Stellvertretend für alle diese stellen wir unsere Forderungen an die Universitätsleitung.

Laut dieser ist ein Seminar erst überfüllt, wenn es zu wenig Stühle im Raum gibt.
Wenn das so einfach ist: lasst uns doch die Seminarräume vergrößern!

Leider wissen wir alle, dass es egal ist, wie viele Stühle in einem Raum stehen, wenn es mehr als 40 Teilnehmer*innen gibt, ist gutes, wissenschaftliches Arbeiten nicht mehr möglich. Doch das will die Uni-Leitung nicht einsehen.

Weiterlesen „#BachelorOfChairs Der Umbau geht weiter!“

#BachelorOfChairs, Allgemein, Aktionen & Demonstrationen, Berichte

Symbolische Mensaschließung

DIE MENSA WURDE GESCHLOSSEN!
Der Umbau der Mensa zu einem Seminarraum ist gestartet!

Heute Mittag hat LUKS im Rahmen der Kampagne #BachelorOfChairs symbolisch die Mensa mit Flatterband abgesperrt. Diese Aktion folgt nur konsequent der Logik der Uni-Leitung, die sich nicht für die Qualität der Lehre interessiert, sondern nur für ökonomische Effizienz. Nach ihrer Ansicht ist ein Seminar erst überfüllt, wenn Student*innen in einem Seminar keinen Sitzplatz mehr finden. Unabhängig davon ob ein Seminar nicht schon längst zu viele Teilnehmer*innen hat, um wissenschaftliches Arbeiten zu garantieren.
Die Zustimmung der Student*innen Weiterlesen „Symbolische Mensaschließung“

#BachelorOfChairs, Allgemein, Berichte

Banneraktion: „Niemand hat die Absicht, Seminare abzuschaffen“

– Für eigenständiges, kritisches Lernen

– Gegen die Ökonomisierung des Wissens

Pressemitteilung zur Banneraktion (hier zum Download)

Am Morgen des 20.11.2017 protestierten studentische Aktivist*innen der Hochschulgruppe „Liste der unabhängigen kritischen Student*innen“ (LUKS Passau) mit einem Banner und Flugblättern gegen die prekären Studienbedingungen an der Universität Passau.
Auf ihrem Banner forderten die Studierenden „eigenständiges, kritisches Lernen – gegen die Ökonomisierung des Wissens“.
Mit dieser Aktion wollen die Studierenden auf fehlende Lehrangebote aufmerksam machen.
Schon in den vergangenen Semestern hatten Student*innen mit überfüllten Seminaren zu kämpfen. „Letztes Jahr saß ich mit über 40 Anderen in einem Seminar.“, schildert Studentin Maria Groll ihre Erfahrungen. Die Unileitung habe sich dieses Problems angenommen, berichtet sie weiter, und zusätzliche Vorlesungen geschaffen: „Das ist eine Fehlplanung, bei der von Wissenschaftlichkeit und Bildung keine Rede mehr sein kann. In einer Vorlesung wird weniger eigene wissenschaftliche Arbeit gefordert, als in einem Seminar.“
Jedoch fallen, den Studierenden zu Folge, nicht nur einzelne Seminare einer fehlenden Grundfinanzierung zum Opfer, auch ganze vier Master-Studiengänge sollen gestrichen werden. „Viele meiner Freund*innen studieren European Studies im Bachelor. Einen darauf aufbauenden Master können sie in Passau nicht mehr machen. Die Hoffnung, Wissenschaft wirtschaftlich rentabel zu machen, schadet den Studierenden und langfristig auch der Uni selbst.“, so Groll.
Doch das Problem existiert nicht nur in Passau, seit Jahren protestieren bundesweit Studierendenvertretungen und Gewerkschaften für eine Grundfinanzierung von Bildung. LUKS kämpft seit Beginn des Semesters dafür, dieses Thema wieder auf die Agenda zu setzen.

Flyertexte:

Bezahlbarer Wohnraum für alle!

Nachdem man sich erfolgreich an einer Universität eingeschrieben hat, heißt es in den meisten Fällen erstmal Wohnungssuche. Für Student*innen ohne wohlhabende Eltern kann sich dies bereits als eine Herausforderung erweisen, die kaum zu stemmen ist. Nicht selten ist die Folge, dass Studienanfänger*innen neben ihrem Studium noch einer oder mehreren Lohnarbeitstätigkeiten nachgehen müssen oder ihren Studienplatz erst gar nicht wahrnehmen können. Auch jetzt, vier Wochen nach Semesterstart gibt es noch viele Student*innen, die von Zuhause pendeln oder im Hotel übernachten müssen, weil sie noch keine Wohnung haben.
Zwar mag dies in einer Kleinstadt in Niederbayern noch wesentlich weniger ausgeprägt sein als in anderen Städten, doch auch hier wird das Problem immer größer, die Mieten sind in den letzten 5 Jahren um knapp 30% gestiegen und längst findet nicht mehr jede*r Student*in eine bezahlbare Wohnung. Hinzu kommt, dass sowohl das Studentenwerk als auch die Stadt viel zu wenig getan haben, um bezahlbaren Wohnraum für alle, nicht nur für Student*innen, gewährleisten zu können. Entgegen der landläufigen Meinung, dass das Problem die steigende Zahl von Student*innen sei, liegt es viel mehr in den politischen Entscheidungen. Seit Jahren wird systematisch bezahlbarer Wohnraum – sowohl von staatlicher aber auch von unternehmerischer Seite – „aufgewertet“ und ist nur noch für Wohlhabende erschwinglich. Neue soziale Wohnungen werden ebenfalls kaum noch gebaut und auch die „Wohngeldpauschale“ im BAföG, die schon seit Jahren auf 250 Euro angesetzt ist, reicht bei weitem nicht aus um dies zu kompensieren. Hinzu kommt, dass das BAföG an die Regelstudienzeit geknüpft ist und alle, die darauf angewiesen sind, sich daran halten müssen und sich somit im Vergleich zu wohlhabenderen Student*innen im Studium keine Zeit lassen können.

All das hat zur Folge, dass Menschen aus finanziell schwachen Familien es immer schwerer haben, ein Studium zu absolvieren. Soziale Ungleichheit wird damit auch durch die Wohnungspolitik immer weiter zementiert und auch das formal offene Bildungssystem wird durch solche Hürden immer exklusiv bleiben.
Aus den Erfahrungen der letzten Jahre zeigt sich deutlich, dass nicht darauf gewartet werden darf, dass sich auf politischer Ebene etwas ändert. Student*innen, aber noch viel mehr marginalisierte Gruppen in der Stadt, müssen diesen Protest auf die Straße tragen und ihren Forderungen Nachdruck verleihen, nur so kann sich etwas ändern!

Für mehr Bezahlbaren Wohnraum und gegen Ausschlüsse im Bildungssystem!

 

Verwertung von Wissen – Verwertung von Menschen
Wir leben in einer Welt der Verwertbarkeit. Ein Mensch ist nur sozial akzeptiert, solange er einen Mehrwert schaffen kann. Wer dieser Ideologie nicht entspricht, wird an den Rand der Gesellschaft verdrängt.
In unseren Universitäten spiegelt sich diese herzlose Systematik wieder. Nur was ökonomisch verarbeitbar ist, ist gut. So wird auf Effizienz gepocht. 
Gerade wurde eine Vorlesung für Soziologie aus dem Boden gestampft, um den überfüllten Seminaren der Philosophischenfakultät aus dem Weg zu gehen. 
So wird selbstständiges Denken im hierarischen Frontalunterricht noch weiter eingeschränkt. Bloßes Aufsaugen und Auskotzen von Monologen der Dozent*innen wird als Leistung gefeiert, denn am Ende hat mensch das Papier, das sagt, wie gut mensch in die Arbeitswelt integriert werden kann.
Strenge Hierarichen werden auch in den Gremien der Universität wieder gespiegelt. Nach wie vor sind diese nicht paritätisch besetzt.
Die Meinung von Professor*innen wird offensichtlich als wichtiger erachtet als die, der Student*innen, aber auch der weiteren wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen. Es zeichnet ein klares Bild der Uni, wenn diese ihren eigenen Teilnehmer*innen kein selbstständges Denken zutraut. 
Als logische Folge der ständigen Betonung von Hierarchien folgt der Konkurrenzkampf.
Anstatt zusammen zu lernen werden egozentrische Individuen ausgebildet, denen jede Chance der Solidarisierung genommen wird. Wir lernen gegeneinander statt miteinander.
Beispielhaft für die Förderung von Konkurrenz ist die Exzellenzstrategie. Universitäten sollen gegeneinander in Wettbewerb treten, um dringend notwendige Gelder zu erhalten.
So ist die Uni konsequent unterfinanziert. Statt die Ausfinanzierung zu fordern, wird nach Effizienz geschrien.
Die Maximalstudienzeit setzt Student*innen unter Druck, Noten erhöhen den Leistungsdruck und immer mehr soll in immer kürzerer Zeit unhinterfragt wiedergekäut werden.
Es wird Zeit, wieder die Menschen hinter dem „Humankapital“ zu sehen; den Grund, aus dem Menschen wissen wollen, wieder  zu entdecken. 
Wir fordern die Möglichkeit zu selbstbestimmtem, kritischen Denken – Gegen die Ökonomisierung!
Student*innen aller Studiengänge, empört euch!
Allgemein, Berichte

LUKS-Fahrt Abschlussbericht

Vergangene Woche verbrachten 20 kritische Student*innen ein verlängertes Wochenende am Rannasee, in der Nähe von Passau. Die Hintergründe dieser Gruppenfahrt waren die Durchführung und Teilnahme verschiedener Workshops (z.B. zum Thema Konsens in zwischenmenschlichen Beziehungen, Self-care im politischen Alltag oder Rechtshilfe). Zusätzlich zu unseren eigenen Workshops, in denen wir uns gegenseitig fortgebildet haben, haben wir externe Referent*innen eingeladen, die uns einen tiefgreifenden Einblick in weitere spannende Thematiken geben konnten. Weiterlesen „LUKS-Fahrt Abschlussbericht“

Allgemein, Berichte, Veranstaltungen

Gedenken an die Progromnacht – 9. November 1938

Der Runde Tisch gegen Rechts Passau hat heute zum Gedenken an die Progromnacht 1938 eine Führung in der St. Salvator Kirche in der Passauer Ilzstadt organisiert. Als Teil des Runden Tisches nahmen auch einige LUKSe an der gut besuchten Führung Teil. Hier einige Eindrücke, dokumentiert von Runder Tisch gegen Rechts – Sprecher Josch Ilsanker:
Weiterlesen „Gedenken an die Progromnacht – 9. November 1938“

Allgemein, LUKS im Parlament, Berichte

Die ganze Uni ist gegen die AfD

Das Studierendenparlament der Universität Passau hat am 11. Mai mit den Stimmen aller Gruppen und großer Mehrheit einen Antrag von LUKS angenommen. In diesem Antrag positioniert sich die Passauer Student*innenschaft für eine offene Gesellschaft und gegen Rassismus, Sexismus, Chauvinismus und Behindertenfeindlichkeit und insbesondere die AfD und ihre Hochschulgruppen.

Die offizielle Beschlussfassung wird demnächst auf der Website des StuPa veröffentlicht

Den Antrag mit Begründung den LUKS eingebracht hat findet ihr hier