Allgemein

Informationen zum Schwangerschaftsabbruch

Da Ärzt*innen, die in ihren Praxen Schwangerschaftsabbrüche durchführen, irrationaler Weise nicht auf ihren Websites darüber aufklären dürfen, wie ein Abbruch durchgeführt wird und sie auch sonst keine Informationen zum Thema veröffentlichen dürfen, möchten wir uns sowohl mit den durchführenden Ärzt*innen solidarisieren als auch (und insbesondere) mit Personen, die ungewollt schwanger geworden sind oder es noch werden, denen es durch den öffentlichen Informationsmangel erheblich erschwert wird, eine für sie selbst richtige, im Zweifel folgenschwere Lebensentscheidung zu treffen.
Es kann einfach nicht sein, dass es Personen, die nicht schwanger sein wollen, verwehrt bleibt, sich über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren.
Besonders wütend macht uns das Urteil im Fall der Gynäkologin Kristina Hänel, die (neben der Tatsache, dass ihr eine hohe Geldstrafe verhängt wurde) letztendlich alle Informationen, die auf ihrer Homepage zum Thema Schwangerschaftsabbruch aufgeführt worden waren, entfernen musste.
Ärzt*innen dürfen nicht über das Thema informieren, wir aber schon.
Anbei findet ihr deshalb PDF-Dateien mit Informationen zu zwei Methoden des Abbruchs, die in der Klinik von Kristina Hänel durchgeführt werden und deren Ablauf, sowie weitere wichtige Informationen zum Thema.
Fühlt euch gern dazu aufgerufen, diese Informationen selbst auch weiterzuverbreiten.

Hier kommt ihr zum Dokument in drei unterschiedlichen Sprachen:
Deutsch
Englisch
Türkisch

Allgemein, Events

Gesellschaftskritik – BUT MAKE IT PANDEMIC!

Als wären die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht schon schwer genug zu begreifen, zu verstehen, zu analysieren und auszuhalten, so werden sie jetzt auch noch von einer weltweiten Pandemie bestimmt. Wir machen uns Sorgen. Wir sind wütend. Und oft auch ratlos. Genau deshalb brauchen wir Antworten und Denkanstöße für ein solidarisches Durchstehen dieser Ausnahmesituation. Gleichzeitig wollen wir zeigen, dass nicht das Jahr 2020 und seine Ereignisse das Problem sind, sondern die Strukturen, das System, in welchen dieses Jahr eine globale Gesundheitskrise stattgefunden hat. Menschen sterben, auch weil die Kapitalverhältnisse, auf welchen unsere Gesellschaft aufgebaut ist, es nicht zulassen, dass Menschen richtig vor einem tödlichen Virus geschützt werden. Die Lohnarbeit muss weiter gehen und lieber sollen sich Menschen tagtäglich in randvolle U-Bahnen quetschen und weiter zur Arbeit fahren, als mit Abstand, Maske, und frischer Luft in Cafés zu sitzen oder einfach sicher zuhause zu bleiben. Für Profite müssen sich Menschen Gesundheitsrisiken aussetzen. Die Pandemie führt uns genau vor, welche materiellen Bedingungen unsere Gesellschaft gestalten, wer und was systemrelevant ist, wer es wert ist geschützt zu werden und wer oder was nicht. Frauen, Lesben, trans und inter Personen müssen verstärkt unter häuslicher Gewalt leiden. Die vermehrte Care-Arbeit durch die Schul-Schließungen fällt auf Frauen zurück und die geschlechtlich bestimmten Familienverhältnisse werden re-traditionalisiert. Die Grenzschließungen und der Kampf um den Impfstoff sind exemplarisch dafür, dass die Antwort auf eine weltweite Krise mal wieder nationalistische Abschottung bedeutet. Das bedeutet auch, dass Geflüchtete unter den furchtbarsten Bedingungen dem Virus schutzlos ausgeliefert sind. Eine Kritik an staatlichen Maßnahmen wird hauptsächlich durch verstörende Verschwörungsideologien geäußert und die sog. Querdenken Bewegung zeigt, dass die Hürden sich mit Anhänger:innen antisemitischer, antifeministischer und rassistischer Ideologien zu verbünden stetig sinken. Die Pandemie lässt schon lange dagewesene, tieferliegende Missstände deutlich werden, aber gleichzeitig hat sie soziale, politische und ökonomische Krisen auf neue Weise hervorgebracht und verstärkt, und genau das bereitet uns Sorgen. Um unseren Sorgen und unserer Wut Ausdruck verleihen und um diese mit euch zu diskutieren, organisieren wir im Januar und Februar 2021 zu genau diesen Pandemie-bezogenen Themen eine online-Vortragsreihe. Wir möchten damit zur größeren Verbreitung kritischer Blicke auf die Corona-Situation beitragen und so hoffentlich Anregungen dazu liefern, wie wir auf diese reagieren können. Außerdem wollen wir Analysen entwickeln und Geschehnisse politisch einordnen, um die gegenwärtige Situation besser zu verstehen: Für einen kritischen, kollektiveren, solidarischen Umgang mit den COVID-19 Zuständen!

Unsere Vortragsreihe beginnt am 11. Januar und geht bis Mitte Februar. Wir haben Inputs zur Kritik am Staat, zur Kritik am Kapitalismus, zu antifaschistischer und feministischer Arbeit, zu Wohnungsnot, usw. Die Details zu den Veranstaltungen (Links, Termine, etc.) findet ihr hier auf unserer Seite oder auf Facebook.




Diese Vortragsreihe wird unterstützt von der Petra-Kelly-Stiftung. Mehr Informationen zur Stiftung findet ihr auf ihrer Website oder auf ihrer Facebook-Seite.

Allgemein

für den zweifel* – ein linkes fanzine aus passau:

In den letzten Monaten haben sich verschiedene Aktivist*innen und politisch Aktive zusammengetan um ein explizit kritisches Fanzine für linke Kultur in Passau auf die Beine zu stellen. Gerne teilen wir diese erste, wirklich sehr interessante Ausgabe welche das Thema Kriminalisierung behandelt.

Zwei der Herausgeber*innen von für den zweifel* nehmen kurz Stellung zu den Ideen und dem Zweck dieses Zine:

für den zweifel ist ein Zine von linken Menschen aus Passau für Freund*innen linker Ideen. Wir haben uns zusammengetan, um Menschen und Inhalten, die momentan nicht in der Passauer Presselandschaft repräsentiert sind, eine Plattform zu geben – durch eine gesellschaftskritische Gegendarstellung wollen wir unseren Zweifel an einem vermeintich richtigen Normalzustand (der Welt) in Passau ausdrücken.Unsere erste Ausgabe soll eine Kritik der Kriminalisierung leisten: Rassistische Strukturen, die Verweigerung von Frauenrechten oder eine rationalisierte Stadtpolitik sind alles Ausdrücke eines Systems, welches Exsistenzen und Bedürfnisse per se kriminalisiert. Einen Teil dieser oft unsichtbaren Prozesse wollen wir auf den nächsten Seiten sichtbar machen.“

Für die digitale Version der ersten Ausgabe einfach auf das Bild klicken.

„Besonders viel an Printmedien gibt es in Passau nicht und eine linke Perspektive auf das Passauer Alltagsgeschehen wird man nicht finden. Darum gibt es uns. Wir sind Für den Zweifel, weil nur zweifelnd den aktuellen gesellschaftlichen Zuständen begegnet werden kann. Nichts darf hingenommen werden, nichts darf unhinterfragt bleiben.Zweifelt mehr, befreit euch mehr und vor allem werdet mehr! Unser Zine bietet euch nicht nur Infos und Input zu politischen Ereignissen in Passau und darüber hinaus, sondern auch Einblick in die verschiedenen linken Strukturen, denen ihr euch gern anschließen dürft und auch sollt. In ihnen wird der Zweifel praktisch, durch sie wird unsere Kritik real und durch sie kommen wir dem Leben nach dem leidvollen Zweifel näher, dem zuckerwatte-weichen Leben für alle, dem Leben frei von Rassismus, Sexismus, Klassismus und Antisemitismus, also dem Leben frei von Faschismus, Kapitalismus und Patriarchat.“

Die digitale Version der ersten Ausgabe findet ihr hier.

Allgemein, Rallies & Protests

Solidarität statt Verschwörungsideologien

+++ Kundgebung am Samstag, den 8.8. im Klostergarten +++

Während der Corona-Pandemie haben sich besonders für Menschen die schon zuvor in prekären Lebensverhältnissen lebten die Situationen der medizinischen Versorgung, der Arbeit, des Wohnens, des familiären Zusammenlebens und der Möglichkeit der Wahrnehmung sozialer Hilfsangebote usw. massiv verschlechtert – und dadurch viele bestehende gesellschaftliche Probleme offenbart. Sexismus, Rassismus und Antisemitismus sind offener Zutage getreten. Unter Anderem der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen wurde insbesondere in Niederbayern noch mehr erschwert, häusliche Gewalt ist angestiegen, Grenzen wurden geschlossen, die Gesundheitsversorgung von Geflüchteten in Heimen und Lagern nicht gewährleistet und anti-asiatische Ressentiments sind angestiegen.

Antisemitismus und Verschwörungsideologien wurden vor allem im Zuge der Kundgebung gegen eine vermeintliche „Corona Diktatur“ der selbsternannten „Corona Rebellen“ weiterverbreitet.
Diese finden in Passau unter dem Label „Passauer Bewegung für die Freiheit 2020“ statt. Wie auch anderswo in Deutschland verbirgt sich hinter dem harmlos klingenden Namen „Freiheitsbewegung“ eine gut vernetzte rechte Struktur mit Überschneidungen ins rechtsextreme Milieu. Unter den Passauer „Corona Rebellen“ befinden sich Organisator*innen wie der NPDler Martin Gabling oder Dauerredner*innen wie der bekennende misogyne Antifeminist Jurij Sinenkov, der gerne mit dem rechtsextremen Rapper Chris Ares Videos aufnimmt. Daneben waren AfDler*innen, christliche Fundamentalist*innen und Deggendorfer Neonazis wie der NPDler Ulrich Pätzolt und „Autonome Nationalisten“ unter den Teilnehmenden der Kundgebungen. Auf den Demonstrationen tauchen schon mal Reichsflaggen auf, werden QAnon Kleidungstücke getragen, wird von einer Neuen Weltordnung schwadroniert, Bill Gates für die Corona-Pandemie verantwortlich gemacht oder „der Feminismus“ als Feind ausgemacht. Anstatt sich starkzumachen für gesellschaftliche Gruppen, die in der Krise besonders auf Unterstützung angewiesen sind, werden Verschwörungsmythen und Antisemitismus verbreitet und die Gefährlichkeit einer Krankheit, an der weltweit hunderttausende Menschen gestorben sind, verharmlost oder geleugnet. [1]



Lasst uns ein Zeichen setzen: Gegen jeden Antisemitismus, Verschwörungsideologien, Rassismus und Antifeminismus! Lasst uns gemeinsam laut sein für echte Solidarität, die die Interessen marginalisierter Menschen berücksichtigt und denjenigen zugutekommt, die (in der Corona-Pandemie) auf Hilfe angewiesen sind! Lasst uns der Hetze der Verschwörungsideolog*innen begegnen mit emanzipatorischer, linker Politik!
Wir freuen uns auf euer Kommen. Bringt gerne Plakate oder Transparente mit. Um solidarisch zu demonstrieren, bitten wir euch während der Kundgebung Mundschutz zu tragen und den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

[1] Infos zu Netzwerk und Ideologie der „Passauer Bewegung für die Freiheit 2020“ findet ihr auf der Facebookseite von dem Antifaschistischer Infoticker für Passau & Umgebung, sowie in diesen Artikel: https://www.infoticker-passau.org/node/426 (allerdings fehlen hier einige aktuelle Infos)

Allgemein, Events

Kritta: kritische Tage für selbstorganisiertes Lernen

Als Hochschulgruppe haben wir es uns zur Aufgabe gemacht kritische politische Bildung in verschiedener Form zu ermöglichen. Dazu zählt auch, die Uni in Zeiten von Online-Seminaren weiterhin als einen politischen Raum zu begreifen und Möglichkeiten zu organisieren sich in diesem weiterzubilden. In den letzten Monaten wurde durch die Corona-Pandemie die Idee des kritischen Denkens immer häufiger von Menschen beansprucht, die absurde Verschwörungs“theorien“ rund um den Corona-Virus auf Demonstrationen der selbsternannten “Corona-Rebellen“ oder in Telegramgruppen verbreiten – umso wichtiger ist es, klar zustellen, dass es sich dabei weder um tatsächliche Theorien handelt, noch dass diese auf dem kritischem Hinterfragen unserer gesellschaftlichen Verhältnisse beruhen.

Deshalb bieten euch die Kritischen Tage für selbstorganisiertes Lernen, kurz kritta, dieses Sommersemester die Möglichkeit, sich mit tatsächlichen kritischen Gesellschaftstheorien auseinanderzusetzen, um sich durch fundiert kritisches Denken und Handeln für eine bessere Gesellschaft innerhalb und außerhalb der Universität einzusetzen.
Die Online-Veranstaltungen bringen Themenbereiche näher, die im Studium oft zu kurz kommen können, um so eine Wissensgrundlage zu schaffen, auf der wir die bestehenden Herrschaftsverhältnisse unserer Gesellschaft analysieren und kritisieren können. Die Vorträge sind als Einführungen in die jeweiligen Themenbereiche gedacht, ihr braucht also kein Vorwissen mitzubringen. Insgesamt decken die kritta ein breites Spektrum an Strukturen und Phänomen ab, die wir mit euch kennenlernen und diskutieren wollen: von grundlegenden Fragen wie der nach Aspekten des neuen Antisemitismus, über eine Einführung in feministische Theorien bis hin zu der lokalen Notwendigkeit der Antifa. Die Vorträge selbst werden von Passauer Gruppen gehalten, um auch lokale Aspekte der jeweiligen Theorien bzw. deren praktische Umsetzung einzubeziehen. So könnt ihr durch die Veranstaltungsreihe politische und studentische Passauer-Initiativen kennenlernen, die sich mit den Thematiken beschäftigen und die Möglichkeit bieten, sich lokal politisch zu organisieren.
Wir freuen uns auf euch!

WANN? von 29.06-17.07

Wo? Online-Plattform BigBlueButton über Sixtopia,
Link: https://conference.sixtopia.net/b/kri-4tt-6tk

Zu allen Veranstaltungen

Allgemein, Events

Verunsichert Euch, verunsichert andere!

Unter diesem Motto veranstalten wir im Wintersemester eine Aktionsreihe zu Themenkomplexen wie Männlichkeitsbildern, toxischen wie kritischen Vorstellungen von Männlichkeit, sowie der Kritik an diesen Verhältnissen.

Unser Ziel ist es, uns mit der Beschaffenheit der sozialen Rolle „Mann“ auseinander zu setzen und uns dabei kritisch mit der Problematik dieser starren Struktur zu befassen. Wir glauben dass die Eigenschaft „Mann“ nicht die eigentliche Vielfalt der Menschen widergeben kann, welchen diese Rolle zugewiesen wird, und dass herkömmliche Vorstellungen von Männlichkeit überflüssig und gefährlich sind.

Diese „toxische Männlichkeit“ war in den letzten Monaten Thema vieler Diskussionen – ob nun in der Debatte um eine neue Werbung der Marke Gilette oder in Popkulturen wie Late Night Shows und Sitcoms.

Wir wollen an diesen Diskursen ansetzten und sie kritisch weiterführen. Dabei stehen die Probleme dieser sozialen Rolle im Vordergrund – gerade in ihrer Relation zu „nicht-männlichen“ Menschen, welche durch diese Abgrenzung Gewalt, Mord und Unterdrückung ausgesetzt sind. Zudem steht sie im Konflikt mit ihren eigenen Trägern, was sich in hohen Selbstmordraten, Aggressivität und geringeren Lebenserwartungen als männlich dominierte Probleme zeigt. Männlichkeit hat sich als hegemoniales, patriarchales Prinzip entwickelt und strukturiert so gesellschaftliche Verhältnisse in einer zerstörerischen Art.

Wir freuen uns auf alle die an unseren Aktionen teilnehmen wollen – besonders männlichen, profeministischen Menschen, die sich mit ihrer eigenen Maskulinität kritisch befassen, sich weiterbilden und sich sowie andere verunsichern möchten.

Hier ein aktueller Überblick über alle geplanten Veranstaltungen:

Allgemein

Stellungnahme zur Polizeikontrolle während des HSG-Infotages:

Während des vergangenen Hochschulgruppeninfonachmittages wurde von einem Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft Markomannia, Alexander Salomon (ex-NPD), die Polizei gerufen. Auslöser hierfür war ein am LUKS-Stand ausliegender Flyer der Kampagne Völkische Verbindungen kappen – Gegen Faschismus jeder Couleur, der die völkisch-rechtsextreme Gesinnung der Markomannia aufdeckt. [1] Der Burschenschaftler behauptete, dieser würde ihn persönlich angreifen. Seiner Aufforderung kam die Polizei sofort nach und erschien auf dem Campus, um die genannten Flyer von LUKS zu überprüfen und letztendlich zu beschlagnahmen.

Dieser Vorgang fügt sich ein in eine Diffamierungskampagne, die die Markomannia seit Beginn der von LUKS unabhängigen Kampagne „Völkische Verbindungen kappen“ gegen LUKS fährt. Durch Falschaussagen wird versucht LUKS einzuschüchtern, in der Öffentlichkeit zu diskreditieren und dafür zu sorgen, dass sie die Akkreditierung als Hochschulgruppe an der Universität Passau verliert. [2] [3]

Die Polizei lässt sich hierfür instrumentalisieren, wenn sie auf solche im universitären Kontext triviale Anliegen von einem ihnen bekannten Rechtsextremen sofort reagiert und dann ausschließlich die Flyer einer ihm politisch entgegenstehenden Gruppe auf Fehler untersucht. Genauso wie die Universitätsleitung, wenn sie der Polizei auf Ruf dieses bekannten Rechtsextremen den Zutritt auf das Unigelände einfach so genehmigt. Denn obwohl der Flyer keine strafbaren Inhalte enthielt, folgte die Polizei unkritisch dem Anliegen des Burschenschaftlers und wich auf das Presserecht aus. Um diesen sowie zwei weitere Flyer auf angebliche Fehler im V.i.S.d.P. (Impressum) zu überprüfen, beschlagnahmte die Polizei je einen davon.

Die Unverhältnismäßigkeit des Vorgehens der Polizei zeigt sich deutlich, wenn man diesen Vorfall mit einem weiteren diesen Montag vergleicht, bei dem Mitarbeiter*innen der Beratungsstelle Pro familia Niederbayern und Aktivist*innen von Pro Choice Passau die Polizei riefen, um auf eine unangemeldete Versammlung von christlichen FundamentalistInnen, die die Beratungsstelle und Betroffene bedrohten, hinzuweisen, und die Polizei trotz mehrerer Anrufe (unter anderem von einem Anwalt) nicht reagierte. Aus diesem Vergleich geht deutlich hervor, dass es der Polizei mehr um die politische Gesinnung der betroffenen Menschen geht, als um den Tatbestand selbst, wobei sie eine linke Hochschulgruppe anscheinend als bedrohlicher erachtet, als eine vom Verfassungsschutz beobachtete, völkisch-rechtsextreme Burschenschaft.

[1] Weitere Informationen zur Gesinnung der Markomannia unter: https://www.infoticker-passau.org/…/MarkoBroschuere_Auflage…
[2] s. schriftliche Anfrage grüner Abgeordneter im bayerischen Landtag: http://cemal-bozoglu.de/…/19-09-27-SAN-Rechtsextreme-Bursch…
[3] https://www.infoticker-passau.org/node/403

Allgemein

Stellungnahme zu den Vorwürfen der extrem rechten Burschenschaft Markomannia Wien zu Deggendorf gegen LUKS

Wir sind eine linke, offene Hochschulgruppe und positionieren uns seit unserer Gründung klar gegen Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und anderen menschenverachtende Positionen. Daher beteiligen wir uns auch durch Vorträge an der Kampagne „Völkische Verbindungen Kappen – Gegen Faschismus jeder Couleur!“. Die Kampagne hat das Ziel, die extrem rechten Positionen und Verbindungen der Burschenschaft Markomannia Wien zu Deggendorf aufzudecken, sowie ein grundsätzliche Kritik an autoritär und männerbündisch organisierten Studentenverbindungen zu üben.

Am Donnerstag den 6.6. fand an der Universität Passau der erste, von LUKS organisierte Vortrag statt. Dieser hatte das Thema: „‘Durch Reinheit zur Einheit‘ Der Frauen- und Intellektuellenhass der Burschenschaften als Struktureller Antisemitismus“ und war für uns ein voller Erfolg. Nach einer Stunde Vortrag gab es für die circa 50 Zuhörer*innen noch ausreichend Gelegenheit zur Diskussion. Das Publikum war dabei sehr gemischt, neben Studierenden nahmen auch sonstige Interessierte und sogar einige Mitglieder einer liberalen Passauer Burschenschaft teil.

Sowohl vor, als auch während des Vortrags gab es keine Zwischenfälle, von denen wir wissen. In jedem Fall können wir jedoch klarstellen, dass kein Mitglied der Burschenschaft Markomannia beim Versuch den Vortragsraum zu betreten, angegriffen wurde. Zu den, von der extrem rechten Burschenschaft Markomannia Wien zu Deggendorf erhobenen Vorwürfen, ist uns nichts bekannt.

Wir stehen für eine offene Hochschule ohne Diskriminierung und menschenverachtende Positionen. Das heißt für uns selbstverständlich auch, sich antifaschistisch und damit auch gegen die extrem rechte Burschenschaft Markomannia Wien zu Deggendorf zu positionieren und zu engagieren. Als Hochschulgruppe sehen wir es als unsere Aufgabe an, Aufklärung und Politischer Bildung zu leisten und nicht in physischen Auseinandersetzungen.

LUKS Passau, 12. Juni 2019

Allgemein

Bericht: Protest gegen AfD-Infostand am 25.5.19

Zusammen mit vielen Anderen haben wir der AfD gezeigt, dass ihre Positionen hier keinen Platz haben.

BRICK BY BRICK – WALL BY WALL – MAKE THE FORTRESS EUROPE FALL