Allgemein, Reports

Bericht LUKS-Fahrt & neues Selbstverständnis

Vorletztes Wochende war unsere LUKS-Fahrt, welche wie immer zu Beginn des Semesters statt findet. Es gab spannende Workshops zu Themen wie ‘Transformative Gerechtigkeit’, ‘Community Accountability’, Faschismus in Lateinamerika und Politischer Kommunikation. Auch der persönliche und politische Austausch kam nicht zu kurz. Darüber hinaus haben wir unser ein neues Luks-Selbstverständnis erarbeit. Ein schönes und konstruktives Wochenende!

Das neue Selbstverständnis könnt ihr hier einsehen oder hier herunterladen.

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Verbindungen kappen!

Verbindungen kappen!

Die extrem rechte Burschenschaft Markomannia versucht nach einer Abwesenheit von 16 Jahren seit letzten Jahr wieder Fuß in Passau zu fassen.

Um zu verhindern, dass sich mit der Markomannia rassistische, sexistische und andere menschenverachtende Ideologien in Passau verbreiten, wurde die Kampagne “Völkische Verbindungen kappen! Gegen Faschismus jeder Couleur” ins Leben gerufen, an der auch LUKS teilnimmt.

Im Rahmen der Kampagne findet im Sommersemester 2019 eine Vortragsreihe zur Kritik an Studentenverbindungen statt. Alle Vorträge der Reihe findet ihr hier.

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Wenn ihr noch mehr zur Markomannia und zu Verbindungskritik lesen wollt, schaut euch mal diese Links an:

  • Artikel zur Einordnung der Markommania (antifaschistischer Infoticker Passau)
  • Broschüre zur Verbindungskritik und zur Markommania (antifaschistischer Infoticker Passau)
  • Ausführlicher Recherereader zur Markomannia (antifaschistischer Infoticker Passau)
  • Reader zur Verbindungskritik (AStA der Uni Frankfurt/M.)

  • Und hier sind noch die Online-Auftritte des Infotickers sowie der Kampagne, lasst bei den Facebook-Seiten doch ein Like da:

  • Facebook-Seite des antifaschistischen Infotickers Passau
  • Facebook-Seite der Kampagne
  • Website des antifaschistischen Infotickers Passau
  • Twitter-Account des antifaschistischen Infotickers Passau
  • Allgemein

    Christlicher-fundamentalistischer Abtreibungsgegner an der Uni Passau

    ***Christlicher-fundamentalistischer Abtreibungsgegner an der Uni Passau***

    Heute Abend findet um 18 Uhr im Hörsaal 7 eine von ELSA organisierte Podiumsdiskussion zum Thema Schwangerschaftsabbrüche statt. Eingeladen wurde unter Anderem der christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner Kristijan Aufiero, Vorstandsvorsitzender der “Lebensschutz”-Organisationen “Pro Femina e.V.” und “Birke e.V.”, sowie Leiter des von den genannten Organisationen sowie der “Stiftung Ja zum Leben” ins Leben gerufenen Projektes “1000plus”1

    Da sogenannte “Lebensschützer*innen” sich zu Recht mit dem Vorwurf konfrontiert sehen, Frauen*feindlich zu sein, versucht Aufiero im Rahmen seiner “Lebensschutz”-Organisationen und Projekten “Frauen als Opfer von Abtreibungen” zu inszenieren. Angeblich im Namen der Selbstbestimmung von Frauen hetzt dieser gegen Abtreibung:

     

    “Kristijan Aufiero fordert als einer der Hauptredner auf dem zweiten One of Us-Forum in Budapest ein Umdenken im Einsatz für das Leben. ‚Pro life’ zu sein bedeutet, an der Seite der Frau zu stehen!”2


    Ein Paradigma [Das “Abtreibungsparadigma”], das uns weismachen will, dass Abtreibung ein Ausdruck von Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit sei.” 3


    “[..] dass das Massenphänomen der Abtreibung in Wirklichkeit ein Phänomen der massenhaft unterlassenen Hilfeleistung gegenüber Frauen in Not ist” 4

    “Hilfe Statt Abtreibung”5

    Genau das soll das  Projekt “1000plus” umsetzen und dementsprechend Frauen dazu bewegen, nicht abzutreiben:

    “„1000plus“ heißt unser Projekt, weil wir für 1000 und mehr ungewollt schwangere Frauen jedes Jahr die Information, Beratung und Hilfe ermöglichen wollen, die sie brauchen, um sich für ein Leben mit ihrem Baby entscheiden zu können.” 6

    “Durch das Angebot objektiver Information, bestmöglicher Beratung und konkreter Hilfe sollen Entscheidungen für das Leben ermöglicht werden: Weil jeder fehlt, der nicht geboren wird!”

     

    Die Rede ist hier von Hilfe und Unterstützung und “neutraler” Beratung während der Schwangerschaft, die am Wohle der Schwangeren orientiert sei und dennoch vermittelt, dass eine Abtreibung in jedem Fall der falsche Weg sei und unter keinen Umständen gerechtfertigt sei.8 Wie das mit Selbstbestimmung zusammen gehen soll, ist mehr als fraglich. Auch die Schwangerschaftsberatungen von Pro Femina sind alles andere als “neutral”, sondern hindern Frauen aktiv daran, abzutreiben.9

     

    Die Forderung nach Selbstbestimmung der Frauen* wird also komplett umgekehrt und instrumentalisiert um Abtreibungen zu de-legitimieren, angeblich sei allein der gesellschaftliche Druck der Grund, warum Frauen* sich für eine Abtreibung entscheiden. Dass es vollkommen individuelle und unterschiedliche Gründe für eine Abtreibung geben kann oder Frauen* tatsächlich von sich aus abtreiben wollen und darin kein Problem sehen, kommt für sie nicht infrage, sie ignorieren damit die persönlichen Erfahrungen vieler Frauen* und sprechen ihnen jegliche Selbstbestimmung ab. Argumentiert wird außerdem mit der erfundenen Krankheit “Post-Abortion-Syndrom”(PAS), Abtreibung soll  also die Ursache für Depressionen und sogar Suizid sein. Dass diese Krankheit laut seriöser Organisationen nicht existiert, interessiert sie nicht. 10

     

    Außerdem fiel Aufiero in der Vergangenheit durch homophobe Äußerungen, sowie seine Abneigung gegen den Feminismus (Er spricht vom “Genderismus”, ein von Rechten benutzter Kampfbegriff gegen den Feminismus) 11 auf und beteuerte, eine Vergewaltigung sei nicht Grund genug für eine Abtreibung: „Vergewaltigung spielt als Ursache für Abtreibung de facto keine Rolle. Vergewaltigung hat mit Abtreibung nichts zu tun, diesen Satz können Sie unterschreiben.“ 12 . Dass er sich von der Rechten Zeitung “Junge Freiheit” interviewen lässt, macht zudem deutlich, dass er kein Problem damit hat, mit Rechten in Verbindung gebracht zu werden.13

     

    2008 hat Aufiero zusammen mit seinem Kollegen Arnold von “Die Birke e.V.” im Rahmen des “Christival”s in Bremen das Seminar „Sex ist Gottes Idee – Abtreibung auch?“ angeboten. 14 Dieses war schon im Vorfeld von Gegenprotesten begleitet, u.A. weil der Verein “Die Birke” die These vertritt “eine Vergewaltigung würde von einer Frau besser verkraftet, als die Abtreibung eines Kindes, das während der Vergewaltigung gezeugt wurde”15

    Auf besagtem “Christival” in Bremen wichen sie Fragen von Männern zum Thema Abtreibung nach Vergewaltigungen aus und verboten diese schließlich. Auf die Frage, wie man sich im Falle einer Gefährdung der Gesundheit der Frau(*) durch eine Schwangerschaft verhalten solle, folgte eine abweisende Reaktion von Seiten Aufieros mit der Begründung, ein solcher Fall sei konstruiert und hypothetisch”16

    Derartige Behauptungen sind nicht nur äußerst unsensibel und respektlos gegenüber Menschen, die in ihrem Leben bereits eine Vergewaltigung o.Ä. erfahren mussten, sondern insgesamt wahnsinnig einseitig und dreist. Eine Abtreibung ist schließlich eine (weitestgehend) bewusste und aktive Entscheidung – Eine Vergewaltigung definitiv nicht!

     

    Die zuvor genannten Aussagen Aufieros sind ein Angriff auf die körperliche und reproduktive Selbstbestimmung und stehen einer Emanzipation von Frauen* diametral entgegen! Wir finden es erschreckend, dass die Uni Passau derartigen Inhalten eine Bühne bietet!

    Daher fordern wir alle auf, zahlreich zur Podiumsdiskussion zu erscheinen und den Veranstaltern wie auch den Diskutierenden zu zeigen, dass Hetze von selbsternannten “Lebenschützer*innen” keinen Platz an der Universität Passau hat!

     

    LUKS Passau

     

    Quellen:

    10 Kirsten Achtelik, Eike Sanders, Ulli Jentsch Kulturkampf und Gewissen Medizinethische Strategien der “Lebensschutz”-Bewegung Verbrecher Verlag, Berlin 2018 S.59f.

    12 Quelle mit weiteren erschreckenden Zitaten: https://de.indymedia.org/2013/04/343684.shtml – die Original-Rede wurde aus dem Netz genommen

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    Sex: Zwischen Macht, Tabus und Idealen [Aktionstage im April]

    Um neue Perspektiven auf die Themen Körperbilder und Sexualität zu geben sowie für Grenzverletzungen zu sensibilisieren, haben wir (die Hochschulgruppen LUKS, fACTION und die studentischen Gleichstellungsbeauftragten) euch mit dieser Aktionswoche im Rahmen der bundesweiten Kampagne „gesellschaft macht geschlecht“ des fzs e.V. ein buntes Programm zusammengestellt:
    Euch erwarten ein Poetry Slam, Vorträge, Workshops, eine Podiumsdiskussion, Indie-Punk/Alternative von „Petra und der Wolf“ im Zeughaus, Hannah Altmans Ausstellung „And Everything Nice“ und manches mehr.
    Wir freuen uns auf euch!

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    5 Jahre NSU Prozess – Niemand wird vergessen!

    Zur Veranstaltungsreihe

    Über mehr als 10 Jahre hinweg verübte der neonazistische „Nationalsozialistische Untergrund“ rassistische Morde an Migrant*innen und Menschen, die nicht in ihr Bild einer „deutschen Volksgemeinschaft“ passten. Die Behörden schlossen einen rechten Hintergrund jedoch trotz deutlicher Hinweise lange kategorisch aus und ermittelten stattdessen gegen „migrantischen Communites“. Auch die Medienberichterstattung über die so genannten „Dönermorde“ zeigt deutlich, dass Rassismus keine, nur von einigen Neo-Nazis vertretene Ideologie, sondern tief in der Gesellschaft verwurzelt ist.

    Der Prozess gegen die Hauptangeklagten des NSU, der seit nunmehr knapp 5 Jahren andauert, neigt sich seinem Ende zu. Anlässlich der bevorstehenden Urteilsverkündung veranstalten wir eine Vortragsreihe, die sich mit Rechtem Terror in Bayern, dem NSU(-Prozess) sowie dem alltäglichen Rassismus auch von Seiten der Behörden, auseinandersetzt. Die Rassistischen Zustände zu benennen, sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und ihnen etwas entgegenzusetzen ist Ziel dieser Vortragsreihe. Organisiert wird die Reihe von den Grünen Passau, dem Asylcafé, der antifaschistischen Gruppe NullAcht51 sowie der Hochschulgruppe LUKS

    Wir ziehen keinen Schlusstrich!

    Geschichte, Konzepte und Bedingungen rechten Terrors in Bayern.
    19 Uhr – 24.03.2018

    Nach der Selbstenttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) im November 2011 zeigten sich viele überrascht: Neonazis, die abgetaucht sind, Serienmorde, Nagelbombenanschläge und Raubüberfälle begehen? Robert Andreasch erzählt die Geschichte rechtsterroristischer Gruppierungen vor und nach dem NSU in Bayern und erinnert an deren (oft weitgehend vergessene) Attentate. Welche Konzepte des bewaffneten Kampfes wurden und werden in den hiesigen rechten Szenen diskutiert und umgesetzt? Welche politischen Kampagnen von rechts wurden und werden durch Anschläge begleitet und warum? Welche Konsequenzen sollten Antifaschist_innen ziehen? Mit Robert Andreasch (Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München).

     

    Der NSU, die BRD und der rassistische Normalzustand
    19 Uhr – 28.03.2018

    Zwischen 1999 bis 2011 beging der NSU drei Bombenanschläge und zehn Morde, darunter neun an migrantischen Kleinunternehmern, sowie zahlreiche Banküberfälle. Erst im Jahr 2011 enttarnte sich die nationalsozialistische Terrorgruppe durch den Selbstmord von Böhnhart und Mundlos selbst. Zwar war der NSU das Werk von militanten Neonazis, ohne die Verwicklungen des Verfassungsschutzes, den Rassismus in Polizei und Gesellschaft hätte es ihn jedoch nie in dieser Form gegeben. Es gilt daher jene Faktoren zu analysieren, die dazu geführt haben, dass der NSU seine neonazistischen Terrorakte begehen konnte. Inwieweit bestehen die gesellschaftlichen Verhältnisse, die den NSU möglich gemacht haben, auch nach dessen Auffliegen fort? Außerdem soll es in dem Vortrag um offene Fragen, den Prozess und die Aktionen am Tag der Urteilsverkündung gehen.

    Der Kuaför aus der Keupstaße

    17 Uhr – 30.03.2018

    Im Mittelpunkt des Films stehen die Opfer des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße. Am Nachmittag des 9. Juni 2004 explodierte die Bombe vor dem Geschäft des Frisörs Özcan Yildirim. Schnell wird er in den Augen der ermittelnden Behörden zum potentiellen Täter mit Verbindungen zur Schutzgeld- oder Drogenmafia. Er wird kriminalisiert und mit ihm eine ganze Straße, eine Gemeinschaft mit Migrationshintergrund.

    Erst sieben Jahre später werden die wahren Täter enttarnt, die Rechtsterroristen des selbsternannten National-sozialistischen Untergrunds. Die Ermittlungen gegen die Opfer werden eingestellt, aber es haben sich tausende Seiten Ermittlungsakten angehäuft, die das skandalöse Vorgehen der Behörden dokumentieren. Der Kölner Filmemacher Andreas Maus hat Zugang zu diesen Akten und dokumentiert die Originalverhöre der Opfer und Ermittler in seinem Film.

    Die Befragungen der Bewohner der Keupstraße werden aus den Originalprotokollen der umfangreichen Ermittlungsakten mit Schauspielern szenisch nachgestellt und es wird deutlich, dass von Seiten der Behörden und Ermittler nur die Überführung der Opfer als Täter in Frage kam. Ein ausländerfeindliches Motiv wurde nie in Betracht gezogen.

    Auf eindrückliche Weise zeigt DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRASSE wie tiefgreifend der Bombenanschlag, aber auch die Verdächtigungen danach, das Leben im Kölner Stadtteil Mülheim erschüttert haben.

    So wie in Köln wurden auch in den anderen Städten, in denen der NSU gemordet hat, zumeist die Angehörigen und ihr Umfeld verdächtigt. Der Film eröffnet die Diskussion über die Frage einer strukturellen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland auf eine neue Art, nämlich aus der Perspektive der Betroffenen.

    Allgemein, Events

    “Sie wollen wieder schießen dürfen” – Vortragsreihe im Januar

    Für die Wochen im Januar und Februar organisiert LUKS die Vortragsreihe “Sie wollen wieder schießen dürfen”.

    Ziel der Vortragsreihe soll sein, sich kritisch mit den Gründen für das Erstarken neu-rechter und autoritärer Strömungen europaweit zu beschäftigen. Mit der zunehmenden Präsenz neu-rechter und fundamentalistisch-christlicher Strömungen in der Öffentlichkeit, wie der „Identitären Bewegung“ oder dem „Marsch für das Leben“, aber auch dem Einzug der AfD in den Bundestag, zeigt sich eine neue Akzeptanz rassistischer und sexistischer Positionen in der Gesellschaft. Aus diesem Grund möchten wir uns im Rahmen dieser Vortragsreihe mit den gesellschaftlichen Hintergründen dieser Entwicklungen auseinandersetzen und emanzipatorische Perspektiven Entwickeln.

    Mehr infos hier und bei Facebook

    #BachelorOfChairs, Allgemein, Rallies & Protests, Reports

    Weihnachtswunschzettel und Glühwein

    In den letzten Wochen haben wir unter dem Motto #BachelorOfChairs viele Aktionen für eine bessere Uni umgesetzt. Wir haben mit über 2000 Student*innen gesprochen und das Feedback erhalten, dass viele von euch ähnliche Probleme mit der Uni haben wie wir.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

      

     

     

     

    Gestern haben wir an unserem Glühweinstand eure Bildungswunschzettel eingesammelt. Hier seht ihr eine Auswahl von dem, was am Stand geschrieben wurde.

    Noch mehr Infos zur Kampagne unter luks-passau.org/ba-chairs

    Unsere Forderungen an die Uni-Leitung bleiben bestehen und auch der Protest geht weite