Antifaschismus in Passau

Date: 17. July 2020

Time: 20:00

Location: Online Raum: https://conference.sixtopia.net/b/kri-4tt-6tk

kritta - Kritische Tage für selbstorganisiertes Lernen

von NullAcht51 – Antifaschistische Gruppe in Passau

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In den 90er Jahren erlangte Passau in der Antifaschistischen Szene einige Bekanntheit durch die jährlichen Großtreffen Rechtsextremer aus dem Parteienspektrum von DVU und NPD in der Passauer Nibelungenhalle (heute: Neue Mitte). Den Kampf zahlreicher Antifaschistinnen gegen die Neonazi-Versammlungen erschütterte eine Verfolgungskampagne der bayerischen Justiz gegen 39 Passauer Jugendliche. Nach Paragraph 129 (Bildung einer kriminellen Vereinigung) wurden in der Dreiflüssestadt erstmals politische Aktivistinnen zu mutmaßlichen Terroristen abgestempelt.

In den 2000er Jahren prägten vor allem Aktivitäten aus dem Milieu der NPD und der “Autonomen Nationalisten” die Universitätsstadt, in der sich als Organisator bundesweiter Neonazistrukturen inzwischen der Altnazi Friedhelm Busse niedergelassen hatte. Die rechtsextremen Auschreitungen und anschließenden Verfahren rundum Busses Beerdigung im Juni 2008 bishin zum Attentat auf den damaligen Polizeidirektor Alois Mannichl im Dezember des Jahres, prägten erneut bundesweite Berichterstattung.
In der vergangenen Dekade bis heute, sind es vor allem Organisationen und Projekte der – verharmlosend wirkend – als “Neue Rechte” bezeichneten Bewegung der extremen Rechten, welche auch in Passau Thema antifaschistischen Engagements sind.

Während die neonazistische Kleinstpartei “Der III. Weg” sich nach anfänglichen Bestrebungen in Passau aktiv zu werden und konsequenten antifaschistischen Interventionen in die Region Regen/Chem zurück zog, fasste die “Alternative für Deutschland” rundum den heutigen Angeordneten des Bayerischen Landtags, Ralf Stadler und seinen extrem rechts zu verortenden Kreisverband in Passau Fuß. Seitdem prägen vor allem die AfD und ihr Netzwerk aus extrem rechten Funktionären, Jugendorganisationen (“Junge Alternative”, “Campus Alternative”) und Burschenschaften (“Markomannia Wien”, “Normannia Wiunterberg”) als deren Kaderschmieden die antifaschistischen Info- und Protestkampagnen in der Universitätsstadt.

Der Vortrag “Antifaschismus in Passau” soll mittels einem kleinen Streifzug durch die (neuere) Geschichte rechtsextremer Bewegungen in Passau einen Überblick über die Themen geben, welche in den vergangen Jahren auch den Antifaschismus in Passau prägten.

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