“Häusliche Gewalt” – Ein Vortrag von ProFamilia Passau

Date: 10. February 2021

Time: 19 - 22 Uhr

Location: Online

Gesellschaftskritk BUT MAKE IT PANDEMIC!

ni una menos

Ein Vortrag von Sonja Schmid,
Fachstelle Täterarbeit häusliche Gewalt der pro familia Niederbayern e. V.

„Die Zahlen sind schockierend“, so wurde im November des vergangenen Jahres Familienministerin Giffey in den Medien zitiert, als die BKA Statistik zur häuslichen Gewalt veröffentlicht wurde. Die Zahlen stiegen schon vor Corona jährlich. Häusliche Gewalt ist kein Einzelschicksal und kann in allen sozialen Schichten vorkommen. Zudem muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden.
Wir werfen zunächst einen Blick auf die – in der Tat – schockierenden Zahlen. Danach beschäftigen wir uns mit der Begrifflichkeit, den Erscheinungsformen und dem Gewaltverständnis, das unserer Arbeit zugrunde liegt. Auch werden wir auf das Problem der häuslichen Gewalt in Zeiten von Corona reflektieren und abschließend zeige ich Maßnahmen zu Hilfe und Schutz auf. Selbstverständlich soll auch Platz für Fragen und Gespräche sein.

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Wichtig: Dieser Vortrag ist mit einem Passwort geschützt. Gerne könnt ihr euch per Mail (info@luks-passau.org) oder via Facebook-Nachricht an uns wenden, um das Passwort zu bekommen. 

Dieser Vortrag wird unterstützt von der Petra-Kelly-Stiftung. Mehr Informationen zur Stiftung findet ihr auf ihrer Website oder auf ihrer Facebook-Seite.

Außerdem wird er unterstützt vom Kurt-Eisner-Verein. Mehr Informationen findet ihr auf ihrer Website oder ihrer Facebook-Seite.

“Kapitalismus-Krise-Corona” – Ein Vortrag der Gruppen gegen Kapital und Nation

Date: 22. January 2021

Time: 19 bis 22 Uhr

Location: Online

Gesellschaftskritk BUT MAKE IT PANDEMIC!

krise

Der Ausgangspunkt: Ein neuer Virus löst eine weltweite Pandemie aus. Die meisten Staaten kommen zu dem Schluss, dass dieser Virus Qualitäten hat, die man nicht unter „so ist das numal mit dem Leben, das muss man aushalten“, ignorieren kann. Die Staaten erlassen Seuchenschutzmaßnahmen, die das Wirtschaftsleben belasten und eine weltweite Wirtschaftskrise auslösen. Die Staaten strapazieren gehörig die Staatsverschuldung und die Zentralbanken öffnen die Geldschleusen. Das soll die Wirtschaftskrise bei ihnen abmildern, damit nach der Impfung alles seinen gewohnten Gang gehen kann. Auf der Veranstaltung soll es weniger um eine kritische Betrachtung der staatlichen Gesundheitspolitik gehen und welche unterschiedlichen Formen sie in verschiedenen Ländern angenommen hat. Vielmehr sollen die ökonomischen und wirtschaftspolitischen Drangsale der kapitalistischen Staatenwelt untersucht werden und gefragt werden, was diese über die Gesellschaft aussagen, in der man hier lebt. Dabei werden Prinzipien der kapitalistischen Produktionsweise und der Staatsfinanzen genauso erläutert wie aktuelle Besonderheiten.

Texte und Infos unter www.gegner.in

Dieser Vortrag wird unterstützt von der Petra-Kelly-Stiftung. Mehr Informationen zur Stiftung findet ihr auf ihrer Website oder auf ihrer Facebook-Seite.

“It´s the pandemic, Stupid! Fetisch, Krisenbewusstsein und die Kritik der politischen Ökonomie in Zeiten der Pandemie.” – Ein Vortrag von Daniel Poensgen

Date: 1. February 2021

Time: 20 - 22 Uhr

Location: Online

Gesellschaftskritk BUT MAKE IT PANDEMIC!

pandemicstupid

Das Covid-19 Virus, seine Verbreitung und Auswirkungen sind vom gesellschaftlichen Umgang mit der Pandemie nicht zu trennen. Als gesellschaftliche Krise rückte die Pandemie auch jenseits konkreter Krankheitserfahrungen ins Bewusstsein der Menschen, und schnell ließen sich im Frühjahr 2020 unterschiedliche Formen des Krisenbewusstseins in Deutschland identifizieren: Was die mobilisierten Staatsbürger, die Souveränisten, all jene, die den Ausnahmezustand herbeireden, die Technokraten und die konformistischen Rebellen jedoch eint, ist ihre Unfähigkeit das Verhältnis von Natur und gesellschaftlicher zweiter Natur zu reflektieren. Die Pandemie erscheint ihnen wahlweise als rein gesellschaftliches oder als lediglich medizinisches Problem. Zugleich rückt der Umgang mit dem Corona-Virus den Staatsbürgern schmerzhaft in Erinnerung, was sie sonst erfolgreich verdrängen: das (gewaltvolle) Potential des Staates. Denn Lockdown-Bestimmungen, aber auch Kurzarbeitergeld und Investitionen in Lufthansa und Co machen mit einem Schlag deutlich, wozu dieser eigentlich in der Lage ist.

Auch wenn sich ein knappes Jahr nach Ausbruch der Pandemie Enttäuschung über den eigenen Souverän breit macht, dem angesichts eines ‚ruckelnden‘ Starts der Impfkampagne gleich „Staatsversagen“ vorgeworfen wird, sind die meisten Deutsch doch recht gleichgültig-versöhnt mit Maskenpflicht, knappen Intensivbetten und dem Lockdown der Freizeiteinrichtungen. Diese gegenwärtige Dynamik wäre auf den Begriff zu bringen, indem die idealen Typen deutschen Krisenbewusstseins zu Zeiten der Pandemie in Konstellation zueinander gebracht und mit polit-ökonomischen Entwicklungen konfrontiert werden, die sich beispielsweise aus Deutschlands Lage auf dem Weltmarkt ergeben. Eine so formulierte Kritik zeigt, dass es auch in Anbetracht des Umgangs mit dem Corona-Virus weder Anlass für eine Verteufelung staatlicher Politik zum Ausnahmezustand, noch zu einer Euphorie angesichts neuer Handlungsspielräume oder des vermeintlich humanen Agierens des Staates gibt.

Daniel Poensgen promoviert zum Verhältnis von Staatsverständnis und Antisemitismus und ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift Pólemos. Der Vortrag greift seinen Text „It’s The Pandemic, Stupid“ auf, der im Mai 2019 auf dem Blog der Zeitschrift erschienen ist: https://kritischetheorie.wordpress.com/2020/05/13/its-the-pandemic-stupid/ .

Der Vortrag findet online statt. Ihr braucht weder ein Passwort noch eine spezifische Anwendung um der Konferenz beizutreten.

Dieser Vortrag wird unterstützt von der Petra-Kelly-Stiftung. Mehr Informationen zur Stiftung findet ihr auf ihrer Website oder auf ihrer Facebook-Seite.

“Antisemitismus und Verschwörungsmythen: Das Gerücht über die Juden.” – Ein Vortrag von Marc Schwietring

Date: 23. February 2021

Time: 19 - 22 Uhr

Location: Online

Gesellschaftskritk BUT MAKE IT PANDEMIC!

Wire 2020-12-28 at 10_24 AM

In Pandemiezeiten blühen die Verschwörungsmythen: Covid 19 gebe es gar
nicht, Bill Gates stecke dahinter, Trump würde alle retten, die Medien
sagten nicht die Wahrheit und alles sei gesteuert von geheimen, finsteren
Mächten. Diese Verschwörungsmythen knüpfen zugleich stark an alte,
tradierte Bilder und Erzählungen an, sie sind von einer großen
Leidenschaft, Reflexionsabwehr und der Behauptung eines besonderen,
elitären Wissens gekennzeichnet. Und sie sind - historisch wie aktuell -
eng verknüpft mit der Geschichte des Antisemitismus, den T.W. Adorno "das
Gerücht über die Juden" nannte.

Marc Schwietring ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Göttingen. Seine Schwerpunkte sind Sozialpsychologie, Antisemitismus und Vergangenheitspolitik. https://www.uni-goettingen.de/de/524919.html

Dieser Vortrag wird unterstützt von der Petra-Kelly-Stiftung. Mehr Informationen zur Stiftung findet ihr auf ihrer Website oder auf ihrer Facebook-Seite.

Außerdem wird er unterstützt vom Kurt-Eisner-Verein. Mehr Informationen findet ihr auf ihrer Website oder ihrer Facebook-Seite.

Podiumsdiskussion: “Grenzen einreißen! Migration und Pandemie”

Date: 11. January 2021

Time: 19 - 22 Uhr

Location: Online

Gesellschaftskritk BUT MAKE IT PANDEMIC!

migration.kl

Migration und Pandemie: by LUKS und Seebrücke Passau

Die pandemiebedingten Grenzschließungen, Aufnahmestopps, Behördenschließungen und internationale Abschottungspolitik in Kombination mit dem europäischen Unwillen zu handeln hatten und haben fatale Folgen für Geflüchtete und Menschen die sich auf der Flucht befinden.

Zum Auftakt unserer diesjährigen Vortragsreihe thematisieren wir die erschreckenden Ausmaße europäischer Verantwortungslosigkeit in migrationspolitischen Fragen. Dazu berichten Menschen aus und über die Zustände in zwei griechischen Lagern: Ritsona und Karatepe 2 - von seinen Bewohner:innen auch Moria 2 genannt.
Das Lager Ristona liegt ca. 70 km von der griechischen Hauptstadt Athen entfernt. Moria 2 dürfte wohl das bekannteste der griechischen Elendslager sein und befindet sich auf der Insel Lesbos. Nach dem Großbrand im September 2020 richtete sich viel Aufmerksamkeit auf die Insel in der Nord-Ägäis. Doch das Medieninteresse scheint verflogen. Die menschenverachtenden Bedingungen in den griechischen Lagern sind politisch gewollt. Sie dienen der Abschreckung; Menschenrechtsverletzungen werden dabei billigend in Kauf genommen. Dieser Abend soll dazu dienen, gemeinsam hinzuschauen, im Gespräch zu bleiben und ins Handeln kommen.

Um zu erfahren was vor Ort passiert, kommen wir mit Menschen ins Gespräch, die in den Lagern leben und von der Situation vor Ort berichten. Wie wirkt sich der Lockdown auf die Menschen und die Bedingungen in den Camps aus? Welche Erwartungen und Fragen haben Geflüchtete an die Regierungen der EU und die Bürger:innen Europas? Aber natürlich auch: Welche Wünsche und Träume treiben sie an und was gibt ihnen Hoffnung?

Wir sprechen mit:
Yaser Taheri (Medienaktivist und Bewohner von Moria 2; aus Afghanistan)
"Wir kamen nach Europa, um Asyl zu ersuchen und landeten an einem Ort umgeben von Stacheldraht - wir wussten nicht, dass wir von einer Hölle in eine andere entfliehen würden."

Parwana Amiri (Menschenrechtsaktivistin und Autorin und Bewohnerin von Ritsona; aus Afghanistan)
"Der Coronavirus ruft eine bestimmte Art von Grundverständnis voraus, er versetzt dich in die Schuhe von Geflüchteten."

Jan Theurich (Freier Journalist, Dunya Collective und zur Zeit auf Lesbos; aus Deutschland)
"Die Zustände in den Lagern der ägäischen Inseln sind Resultat einer gezielten Politik der Abschreckung und rassistischen Ausgrenzung. Es hilft nichts wenn wir nur Geld- oder Sachspenden an NGOs schicken. Wir müssen die Politik verändern die solche Zustände hervorruft."

Nazanin Foroghi (Cultural Mediator in einer NGO, die in Moria 2 aktiv ist; aus Afghanistan)
"Vielleicht haben wir Grenzen überquert, um unsere Leben zu retten. Aber jetzt sitzen wir an einer neuen Grenze fest, die sich unendlich anfühlt. Wir sind atemlos zwischen dem Camp und der Welt da draußen. Wir sterben, und im Moment wurde eure Aufmerksamkeit wieder auf uns verlagert, vielleicht durch eine erneute Katastrophe oder etwas anderes - es wird zu spät sein. Also handelt jetzt."

Wir freuen uns auf euch!

PS: Klickt euch unbedingt durch unsere anderen Vorträge durch - wir organisieren Inputs zu Themen wie Antifa, Staatskritik, Kapitalismuskritik, Antisemitismuskritik in ihren jeweiligen Konstellationen zur globalen Covid-19 Pandemie.

Dieser Vortrag wird unterstützt von der Petra-Kelly-Stiftung. Mehr Informationen zur Stiftung findet ihr auf ihrer Website oder auf ihrer Facebook-Seite.