#BachelorOfChairs, Allgemein, Rallies & Protests

LUKS startet #BachelorOfChairs

Student*innen stellen Forderungen an Uni-Leitung

Unter dem Motto „Bachelor of Chairs“ kreative Aktionen bis Ende Dezember angekündigt

Um gegen überfüllte Seminare und die Unterfinanzierung der Universität zu protestieren kündigen Student*innnen der Hochschulgruppe „Liste der unabhängigen kritischen Student*innen“ (LUKS) kreative Aktionen bis Ende Dezember an. Unter dem Motto „Bachelor of Chairs“ reagieren die Student*innen auf eine Äußerung der Universitätsleitung, dass Veranstaltungen erst dann überfüllt seien, wenn es mehr Teilnehmer*innen als Sitzplätze gäbe (plus.pnp.de vom 21.11.2017).

„Die Uni-Leitung hat in ihrem Statement gezeigt, wie wenig ihr an Wissenschaftlichkeit und dem Vermitteln von Bildung liegt.“, so Lukas Pukrop, Sprecher der Gruppe: „Universitäre Bildung bedeutet selbstständiges Arbeiten. Wenn das wegen zu vielen Teilnehmer*innen nicht möglich ist, ist ein größerer Raum mit mehr Stühlen keine Lösung.“

Schon in der vergangenen Woche hatte eine Sprecherin der Gruppe „eigenständiges, kritisches Denken, statt der Ökonomisierung des Wissens“ gefordert. „Jetzt gehen wir weiter“, so Pukrop: „bei den Aktionen der Kampagne „Bachelor of Chairs“ fordern wir die Uni-Leitung auf, endlich im Sinne der Dozent*innen und Student*innen zu handeln.“

Die Student*innen haben ihre Forderungen wie folgt zusammengefasst:

„Wir fordern von der Uni-Leitung:
1. die vorhandenen Gelder besser zu verteilen. Finanzierung von Lehre anstatt von Image-Kampagnen und Exzellenzstrategien.
2. Lehre besser zu organisieren. Bei so vielen neuen Student*innen jedes Semester braucht es durchdachte Pläne, jede*n mit Lehre zu versorgen. Das hoffen auf Selektion durch Konkurrenz erzeugt das Gegenteil.
3. Mehr Gelder einzufordern. Vom Bund und dem Freistaat muss Bildung ausfinanziert werden. Das gelingt, wenn sich auch die Uni-Leitungen für ein Ende des Kooperationsverbots einsetzt.“